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Die "Evolutionspädagogik": eine Pseudowissenschaft

Analyse von Alexander Wolber

Foto: © Andrea auf Pixabay Pixabay License

Die Evolutionspädagogik behauptet, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu agieren, wirksame Heilmethoden in der Beratungs- und Therapiepraxis entfalten zu können und der "herkömmlichen" Pädagogik überlegen zu sein. Doch diese Versprechen kann sie nicht halten.

Vor ein paar Wochen kam ich bei einem Spaziergang auf dem Markt zufällig mit einer älteren Dame ins Gespräch, die als Lehrerin an einem Gymnasium Biologie unterrichtet. Nach kurzem Smalltalk kamen wir schließlich auf die Evolutionstheorie zu sprechen, und sie berichtete mir von einem pädagogischen Ansatz einer ihr bekannten Erzieherin, die auf "evolutionärer Basis" Kinder "therapieren" würde. Die Rede war von der "Evolutionspädagogik". Was das genau ist, konnte sie mir leider nicht beantworten.

Als klinischer Psychologe kenne ich mich im (psycho-)therapeutischen Bereich in der Regel ganz gut aus, sodass mir gängige Behandlungskonzepte geläufig sind oder ich zumindest schon davon gehört habe. Habe ich allerdings noch nie von einem bestimmten Verfahren gehört, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass jemand mal wieder mit sehr viel Fantasie am Werk war. Quod erat demonstrandum – so war es auch diesmal.

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