Religionszugehörigkeit weiter abnehmend
Christen in Stuttgart in der Minderheit
Die Mitglieder der beiden großen Kirchen stellen in Stuttgart nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Religionszugehörigkeit der Einwohner von Stuttgart im Zeitraum von 1986 bis zum Jahresende 2018. Schon lange leben mehr konfessionsfreie Menschen als Katholiken oder Protestanten in Stuttgart. Die Mitgliedschaft in den beiden christlichen "Groß"-Kirchen zusammen ist in der Zeit von 76 Prozent auf 46,3 Prozent der Bevölkerung zurückgegangen. Selbst wenn man die Mitglieder der Freikirchen, der altkatholischen Kirche und der neuapostolischen Kirche dazurechnet, wurde im Jahr 2018 die 50%-Marke unterschritten. Christliche Kirchenmitglieder sind jetzt in der Minderheit und Stuttgart kann man damit aktuell – wie die Mehrzahl der deutschen Städte – eine säkularisierte Stadt nennen.
Unsere Freunde Philip Barth und Andreas Blessing haben auf Ihrem hörenswerten Podcast 

Große Fortschritte in den Naturwissenschaften und speziell in der Hirnforschung haben in den letzten Jahrzehnten zu einem neuen, wissensbasierten Menschenbild geführt. Mit dem Verlust der Herausgehobenheit des Menschen über die Natur sind auch einige ethische Positionen neu zu überdenken. Sollte es mittels künstlicher Intelligenz gelingen, die geistigen Fähigkeiten des Menschen zu imitieren, so würde das zu einem tieferen Verständnis der Vorgänge im Gehirn führen. Der Schritt zu einer überlegenen Intelligenz wäre dann allerdings nur ein kleiner – eine existenzielle Herausforderung für die Menschheit, so der Physiker und Autor Bernd Vowinkel (Beirat der GBS).
++++++ Verlängert bis 13. Oktober! ++++++
"Für aktive und ehemalige Angehörige religiöser Berufe, die keinen Glauben an Übernatürliches (mehr) haben."
In seinem Vortrag zum gleichnamigen Buch "Kirchenrepublik Deutschland" beschreibt Dr. Carsten Frerk erstmals, wie die Kirchen in Deutschland systematisch Einfluss auf die Politik nehmen. Dabei zeigt sich, dass katholische und evangelische Stellen in einer Weise in Gesetzgebungsverfahren eingebunden sind wie keine zweite zivilgesellschaftliche Kraft.
Der Physiker und Philosoph gilt als Wegbereiter der Evolutionären Erkenntnistheorie und als Brückenbauer zwischen Natur- und Kulturwissenschaften. Sein Thema: "Wieso können wir die Welt erkennen?" Der Mensch ist das klügste Lebewesen auf der Erde. Wie kommt das? Und warum sind wir nicht klüger? In der Evolutionären Erkenntnistheorie arbeiten Naturwissenschaften und Philosophie zusammen.
Konfession als Einstellungsvoraussetzung in einem säkularen Staat? Corinna Gekeler berichtet über neue Entwicklungen im Kirchenarbeitsrecht.